Behauptungen
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Die Verbreitung des Islam durch das Schwert
Gott (Allah) sagt im Koran (Sure Al-Baqara, Vers 256): „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der Weg der Wahrheit und Rechtleitung ist klar unterschieden vom Weg der Verirrung.“
Dieser Vers wurde von Allah herabgesandt, als manche Eltern damals ihre Kinder zwingen wollten, Muslime zu werden, nachdem sie selbst zum Islam konvertiert waren.
Viele Länder waren damals von Eroberern besetzt, die das Volk unterdrückten, demütigten und versklavten. Nachdem die Muslime die Bevölkerung dieser Länder von den Besatzern befreit hatten, stellten sie die Botschaft des Islam vor und erklärten sie. Danach hatte das Volk Freiheit und seinen freien Willen. Mit dem Islam bekam das Volk seine Freiheit zurück, egal welcher Glaubensgemeinschaft man angehörte. Jeder konnte den Islam annehmen oder nicht.
Gott (Allah) sagt auch im Koran (Sure Yunus, Vers 99): „Und wenn dein Gott wollte, würden tatsächlich alle auf der Erde zusammen gläubig (Muslime) werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gläubig zu werden?“
In Indonesien und Malaysia leben etwa 250 Millionen Muslime (die größte muslimische Gemeinschaft der Welt), obwohl nie eine islamische Armee diese Länder betreten hat. Wie kam es also dazu, dass die Menschen dort den Islam angenommen haben?!
Die charakterlichen Eigenschaften der muslimischen Händler, zu denen Allah die Muslime auffordert, überzeugten die Menschen vom Islam.
„Durch das Benehmen der Muslime verbreitete sich der Islam nicht nur über Händler in Indonesien, Malaysia, China und der ganzen Welt wie ein Lauffeuer, sondern auch durch seine Wissenschaften.“ (Los Angeles Times)
Noch eine Bemerkung: Im Koran hat Gott (Allah) nie das Wort „Schwert“ oder „Kampf“ verwendet, wenn er den Muslimen befahl, den Islam zu verbreiten bzw. zum Islam aufzurufen. Welches Wort wurde stattdessen verwendet?
Gott (Allah) sagte dem Propheten Muhammad im Koran (Sure An-Nahl, Vers 125): „Rufe zum Weg deines Gottes mit Weisheit und schöner Ermahnung, und diskutiere mit ihnen auf die beste Weise. Gewiss, dein Gott kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.“
Letzter Punkt: Der Glaube eines Muslims besteht aus mehreren Teilen. Ein wichtiger Teil ist es, die Menschen dazu aufzurufen, den Islam als die wahre Religion zu erkennen.
Daher ist der Glaube eines Muslims nicht vollständig, solange er oder sie nicht durch Taten oder Worte zu Allahs Weg einlädt. Daraus lässt sich verstehen, warum die islamischen Eroberungen stattgefunden haben: Sie dienten dazu, die Botschaft des Islam friedlich zu verbreiten.
„Nehmt nicht die Juden und Christen als Wächter“
Dieser Vers (Sure Al-Maida, Vers 51) steht im Koran. Um aber irgendeinen Vers im Koran zu verstehen und richtig interpretieren zu können, gibt es eine einfache Regel; sie lautet „+7/−7“. Das bedeutet: Wenn man einen unklaren Vers im Koran liest und ihn besser verstehen möchte, sollte man bis zu sieben Verse davor und bis zu sieben Verse danach lesen.
Wendet man diese Regel an, erklärt Vers 57 den Vers 51 im Detail. In Vers 57 sagt Gott: „O die ihr glaubt, nehmt nicht diejenigen, die sich über eure Religion lustig machen und sie zum Gegenstand des Spiels nehmen, und auch nicht die Ungläubigen als Wächter, und fürchtet Gott, wenn ihr Gläubige seid.“
Als weiteren Beweis sagt Gott im Koran (Sure Al-Mumtahana, Vers 8): „Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiss, Allah liebt die Gerechten.“
Daraus ergibt sich, dass Muslime Nichtmuslime als Wächter und Freunde haben dürfen. Ausgenommen sind diejenigen, die ihre Religion verachten und verspotten. Jeder Mensch sollte Würde haben und sich selbst wertschätzen. Man sollte keine Menschen in seinem Leben haben, die sich über die eigene Lebensweise oder Religion lustig machen.
Respekt ist die Grundlage für ein gutes Miteinander zwischen den Menschen.
Die Aussage des Propheten: „Mir wurde befohlen, gegen die Menschen zu kämpfen“
Eine der Aussagen (Hadith) des Propheten Muhammad lautet: „Mir wurde befohlen, gegen die Menschen zu kämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, und bis sie das Gebet verrichten und die Zakat entrichten. Wenn sie dies tun, sind ihr Blut und ihr Besitz vor mir geschützt, außer nach dem Recht des Islam.“
Wie kann der Prophet Muhammad so etwas sagen, obwohl Gott (Allah) im Koran (Sure Al-Anbiya, Vers 107) über ihn sagt: „Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Welten gesandt“? Das ist doch ein Widerspruch, oder?
Nein, das ist es nicht. Um einen Hadith zu verstehen, müssen wir seinen Hintergrund kennen. Das heißt: Wann und warum wurde er gesagt? Und was bedeuten die Worte im Hadith?
Das Wort „Menschen“ im Hadith ist ein Schlüsselwort. Es meint nicht alle Menschen, sondern beschreibt eine bestimmte Gruppe von Leuten, je nachdem, aus welchem Anlass es gesagt wurde.
Der Beweis dafür: Gott (Allah) beschreibt in einem Koranvers einen Kriegsfall zwischen Muslimen und Nichtmuslimen zur Zeit des Propheten: „Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: ‚Die Menschen haben (sich) bereits gegen euch versammelt; darum fürchtet sie!‘ – Doch da mehrte das (nur) ihren Glauben, und sie sagten: ‚Unsere Genüge ist Allah, und wie trefflich ist der Sachwalter!‘“ Mit dem ersten Wort „Menschen“ sind diejenigen gemeint, die mit dem Propheten verhandelt haben. Das zweite Wort „Menschen“ bezieht sich auf diejenigen, die gegen den Propheten gekämpft haben.
Im Islam gibt es vier Gruppen von Menschen:
- Muslim
- Mostaman (jede muslimische oder nichtmuslimische Person oder Gruppe, die um meinen Schutz bittet)
- Moahad (jede Person oder Gruppe, mit der Vereinbarungen bestehen, wie heutzutage die Abkommen zwischen Ländern)
- Kämpfer (die Person oder Gruppe, die gegen mich kämpft und einen Krieg beginnt, um in mein Land einzudringen)
Im Koran wird erwähnt, dass es verboten ist, die ersten drei Gruppen zu bekämpfen oder zu töten. Somit bleibt die vierte Gruppe, und von ihr spricht der Hadith.
Zurück zum genannten Hadith: Das Wort „Menschen“ bezeichnet hier eine bestimmte Gruppe, nämlich die Krieger, die die Muslime zuerst angreifen. Gott (Allah) verbietet den Muslimen, Menschen anzugreifen. Er sagt im Koran (Sure Al-Baqara, Vers 190): „Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, und übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.“
Dschihad (Jihad) ist Terrorismus! 
Der Dschihad (Jihad) ist im Islam nicht vorgeschrieben, um Menschen zur Annahme des Islam zu zwingen.
Gott (Allah) sagt im Koran (Sure Al-Baqara, Vers 256): „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der Weg der Wahrheit und Rechtleitung ist klar unterschieden vom Weg der Verirrung.“
Vielmehr ist der Dschihad vorgeschrieben, um Ungerechtigkeit abzuwehren, Angriffe zurückzuschlagen und den Aufruf zum Glauben an den einen Gott (Allah) zu ermöglichen. Der Prophet Muhammad – Allahs Segen und Frieden auf ihm – kämpfte nicht gegen Menschen, um sie zum Eintritt in den Islam zu zwingen, sondern weil sie die Feindseligkeiten begonnen und dem Gesandten verboten hatten, die Botschaft des Islam zu verbreiten.
Der Islam ist keine passive Religion. Deshalb finden wir Verse über den Dschihad und darüber, wie man seine Religion und sein Land schützt. Auch heute enthält jede Verfassung Artikel über das Militär, das das Land gegen Angreifer schützt.
Unten sehen Sie einen Screenshot der Google-Ergebnisse für das Wort „Dschihad (Jihad)“:
Das Wort „Terrorismus“ kommt dort nicht vor.
Andererseits hat der Prophet Muhammad zu seiner Zeit Briefe über den Islam verschickt und manchmal seine Gefährten entsandt, um Nichtmuslimen den Islam zu erklären. Mit der Entwicklung der Technologie ist das nicht mehr erforderlich. Heute gibt es überall soziale Medien; daher werden weder Briefe noch Gesandte in andere Länder geschickt.
Der Prophet Muhammad ist der Autor des Korans
Wer Bücher liest, bemerkt, dass Autoren ihrem Buch gern eine kurze persönliche Biografie beifügen. Ein Autor schreibt gern über seine Erfolge und vermeidet es möglichst, seine Schwächen oder peinliche Situationen zu zeigen. Im Gegensatz dazu spricht der Koran sowohl über Situationen, in denen der Prophet Muhammad im Unrecht war, als auch über Situationen, in denen er von Gott (Allah) getadelt wurde.
In vielen Versen werden die Lebensgeschichten von Propheten (wie Moses) ausführlich erzählt. Andere Verse berichten von der Geburt mancher Propheten wie Moses und Jesus.
Wenn man den ganzen Koran liest, findet man keinen Vers über die Biografie des Propheten Muhammad – weder darüber, wie er geboren wurde (wie bei Jesus), noch darüber, wie er gelebt hat (wie bei Moses). Man findet auch keinen Vers über seine Familie (wie bei den Propheten Nuh, Ibrahim und Moses).
Daher ist es sonnenklar, dass der Prophet Muhammad nicht der Autor des Korans war.
Der Koran ist nach islamischem Glauben Wort für Wort die unverfälschte Botschaft, die Muhammad Stück für Stück über einen Zeitraum von 23 Jahren durch Vermittlung des Engels Gabriel von Gott erhalten und bis auf den Buchstaben getreu verkündet hat. Damit ist der Koran für die Völker aller Zeiten gültig. Jede andere, von einem früheren Propheten empfangene Botschaft war dagegen nur für ein bestimmtes Volk zu einer bestimmten Zeit gültig.
Polygamie für Männer, aber nicht für Frauen!
Vor dem Islam konnte ein Mann viele Frauen heiraten (auch mehr als vier). Es gab weder Einschränkungen noch Regeln für die Eheschließung der Männer. Der Islam hat die Polygamie also nicht eingeführt, sondern die ehelichen und familiären Beziehungen geregelt und verfeinert.
Der Islam ist die einzige Religion, die die Heirat mit mehreren Frauen einschränkt. Weder im Alten Testament (Tora) noch im Neuen Testament gibt es einen Vers, der die Heirat mit mehreren Frauen beschränkt. Erst später kam die Regelung der Kirche (NICHT der heiligen Bücher), dass ein Mann nur eine Frau heiraten darf.
Übrigens konnte unter den Juden ein Mann bis in die heutige Zeit mehrere Frauen gleichzeitig heiraten. Das ist bereits in Exodus* (21) erwähnt und erlaubt. Auch bei den Mormonen (einer christlichen Gruppe) gibt es Polygamie.
Gott (Allah) sagt auch im Koran (Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 3): „… heiratet, was euch an Frauen gut scheint, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann (nur) eine oder was eure rechte Hand besitzt. Das ist eher geeignet, nicht zu täuschen und nicht zu unterdrücken.“
Die Gerechtigkeit zwischen den Ehefrauen, von der der Vers spricht, ist eine Gerechtigkeit, die im Rahmen der Möglichkeiten des Verpflichteten liegt. Gemeint ist die Erfüllung der gesetzlichen Rechte in der erforderlichen Weise, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung und allem, was der Würde einer Frau als Geschöpf angemessen ist. Wenn ein Mann diese Gerechtigkeit nicht gewährleisten kann, darf er nicht mehr als eine Frau heiraten.
Der Islam wurde nicht nur für eine bestimmte Gruppe gesandt, sondern für die ganze Menschheit. Viele Kulturen akzeptieren auch heute die Polygamie.
Nun zur nächsten Frage: Warum ist Polygamie für Frauen nicht erlaubt?
Allah hat uns erschaffen, und er weiß genau, was für uns nützlich und was für uns schädlich ist. Weil er uns liebt, uns auf den richtigen Weg leiten und uns vergeben möchte, hat er diese Regeln für uns festgelegt. Er sagt im Koran (Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 27): „Und Allah will eure Reue annehmen; diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, dass ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht.“
Polygamie für Frauen würde zu einer Vermischung der Abstammungslinien führen. Selbst eine DNA-Untersuchung ist nicht zu 100 % genau.
Bemerkenswert ist, dass Allah die Muslime nicht zur Polygamie verpflichtet hat. Er hat sie erlaubt. Sie ist eine Erlaubnis von Allah, und den Menschen steht es frei, davon Gebrauch zu machen oder nicht.
* Exodus: das zweite Buch der Tora und des jüdischen Tanach
Die Auferlegung des Tributs
Regeln und Gesetze ändern sich mit der Zeit. Damals gab es viele Kriege und viele Eroberer. Daher war der Dienst in der Armee für jeden Muslim Pflicht. Die Nichtmuslime, die in einem muslimischen Land lebten, mussten nicht in der islamischen Armee kämpfen. Deshalb war der Tribut für diese Gruppe vorgeschrieben, die nicht gegen Angreifer mitkämpfen wollte.
Für den Tribut galten folgende Regeln:
- Arme sind davon befreit.
- Frauen und Kinder sind davon befreit.
- Er gilt nur für Männer (egal ob Muslime oder Nichtmuslime), die nicht in der Armee dienen.
Übrigens wurde der Tribut nicht vom Islam erfunden; er war schon vorher als Abgabe bekannt. Im Markusevangelium (12,14–17) wird berichtet, dass die Pharisäer und Herodianer Jesus fragten: „Sollen wir dem Kaiser Steuern zahlen?“ Er antwortete: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.“
Manche sagen, der Tribut sei ein Druckmittel gewesen, damit die Nichtmuslime den Islam annehmen. Das ist aber überhaupt nicht wahr.
Die einfachste logische Antwort lautet: Die Zakat im Islam ist viel höher als der Tribut. Das heißt, man zahlt mehr Geld, wenn man Muslim wird.
Anders gesagt: Die Nichtmuslime zahlten für die Leistung, dass die Muslime für sie kämpften und sie gegen Angreifer schützten. Das war das Landesgesetz jener Zeit. Auch heute gibt es etwas Ähnliches, nämlich in Form von Steuern, die jede Person für bestimmte Leistungen zahlt.
Vergewaltigung von Kindern und das Alter von Aisha
Die körperliche Entwicklung von Frauen unterscheidet sich je nach Umgebung und Ort. So sehen wir zum Beispiel, dass in Afrika die Pubertät und die körperlichen Veränderungen bei Mädchen früher einsetzen als in Europa.
Damit eine Ehe gültig ist, müssen zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: geistige Reife und körperliche Reife.
Aisha erfüllte diese beiden Voraussetzungen früh, und daher war ihr Alter für eine Ehe geeignet.
Aus der Zeit vor und nach dem Islam wird von Fällen berichtet, in denen Könige oder Juden Mädchen heirateten, die noch viel jünger waren – etwa die Heirat des byzantinischen Kaisers Alexios II., der die neunjährige Prinzessin Agnes heiratete. Im Laufe der Jahrhunderte ändern sich Bräuche, Traditionen und Gesetze.
Ein weiterer Beweis dafür, dass dies damals völlig üblich war: Diejenigen, die den Propheten Muhammad zu seinen Lebzeiten hassten oder den Islam bekämpften, sagten viel Schlechtes über ihn – er sei ein Verrückter, ein Priester, ein Zauberer usw. Aber sie sagten überhaupt nichts dazu, dass er eine junge Frau geheiratet hatte. Wäre dies damals ein Skandal gewesen, hätten sie die Gelegenheit genutzt, um die Ungläubigen oder die neuen Muslime vom Propheten Muhammad abzubringen oder Hass gegen ihn zu schüren.
Zweiter Teil, zur Vergewaltigung: Es ist doch logisch, dass eine Frau denjenigen hasst, der sie vergewaltigt hat, oder?
Das widerspricht jedoch völlig dem Leben Aishas mit dem Gesandten (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden gewähren). In allen Büchern über die Biografie des Propheten steht, dass sie mit dem Gesandten ein sehr glückliches Eheleben führte und sehr eifersüchtig war, wenn er bei seinen anderen Frauen war. Das zeigt, dass sie ihn liebte, und er liebte sie am meisten. In einem Hadith wird berichtet, dass einer seiner Gefährten ihn fragte: „Wen liebst du am meisten?“ Er antwortete: „Aisha.“ (Hadith 3662 bei Bukhari)
Als der Prophet seine Frauen – wegen ihrer überzogenen Forderungen – zwischen der Scheidung und dem Verbleib bei ihm wählen ließ, entschied sich Aisha ohne Zögern, bei ihm zu bleiben. Allah erwähnt dies im Koran (Sure Al-Ahzab, Vers 28): „O Prophet, sag zu deinen Gattinnen: Wenn ihr das diesseitige Leben und seinen Schmuck haben wollt, dann kommt her, ich werde euch eine Abfindung gewähren und euch auf schöne Weise freigeben.“
Wenn sie gezwungen worden wäre, ihn zu heiraten, warum hat sie dann die Gelegenheit nicht genutzt und ihn verlassen?
Wenn die Behauptung stimmte, dass der Prophet sie vergewaltigt hat:
- Warum hat sie dann den Islam nicht gehasst oder ist zu einer anderen Religion übergetreten?
- Warum blieb sie ihm 40 Jahre nach seinem Tod treu?
- Warum lehrte sie die neuen Muslime die Lebensweise des Propheten?
- Warum überlieferte sie dann rund 2000 Hadithe über den Propheten?
Ungerechtigkeit beim Erbe zwischen Männern und Frauen
Um zu beurteilen, ob Allah die Frauen benachteiligt hat, müssen wir die Logik und Weisheit hinter dem Erbrecht verstehen.
Im Islam ist der Mann für die finanziellen Angelegenheiten verantwortlich. Vor der Heirat liegt es in der Verantwortung des Vaters oder des Bruders, für die finanziellen Bedürfnisse der Frau aufzukommen, einschließlich ihrer Ausgaben, ihres Lebensunterhalts und ihrer Wohnung. Nach der Heirat liegt dies in der Verantwortung ihres Mannes und ihres Sohnes. Damit sind Frauen im Islam finanziell besser abgesichert.
Allah sagt im Koran (Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 34): „Die Männer stehen in Verantwortung für die Frauen wegen dessen, womit Allah die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Besitz (für sie) ausgeben.“
Die Behauptung, dass Frauen immer nur die Hälfte dessen erhalten, was der Mann erhält, ist absolut nicht wahr. Die Logik hinter den Erbanteilen im Islam hängt vom Alter und vom Verwandtschaftsgrad ab.
Das Alter: Der Sohn erbt mehr als der Großvater (obwohl beide Männer sind).
Der Verwandtschaftsgrad: Die Tochter erbt mehr als die Ehefrau (obwohl beide Frauen sind).
Daher erben Frauen in manchen Situationen genauso viel wie der Mann, wie in Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 11: „… Und den Eltern steht jedem ein Sechstel von dem zu, was er hinterlässt, wenn er Kinder hat.“ Hier erhalten Vater und Mutter jeweils ein Sechstel von dem, was ihr Sohn hinterlässt.
Manchmal erbt die Frau mehr als der Mann, wie in Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 11: „Wenn es aber (ausschließlich) Frauen sind, mehr als zwei, dann stehen ihnen zwei Drittel dessen zu, was er hinterlässt; wenn es (nur) eine ist, dann die Hälfte.“
Die Frau erhält die Hälfte des Erbes ihres Vaters, wenn sie sein einziges Kind ist, während ihr Großvater nur ein Sechstel erhält. In diesem Fall erhält die Frau mehr als der Mann. Das liegt daran, dass die Tochter – wie man im Deutschen sagt – zur 1. Ordnung der Verwandtschaft gehört und jünger ist.
Die Situation, in der eine Frau halb so viel erbt wie der Mann, tritt ein, wenn beide gleich alt sind. In diesem Fall trägt der Mann die Verantwortung, für die finanziellen Bedürfnisse seiner Frau, seiner Tochter usw. aufzukommen.
Lassen Sie mich zum Schluss eine Frage stellen:
Ein Vater stirbt und hinterlässt seinen zwei Kindern (einem Sohn und einer Tochter) 60.000 Euro. Der Sohn erhält 40.000 Euro, die Tochter 20.000 Euro. Was ist besser: 40.000 Euro zu erhalten und davon für andere (wie Ehefrau, Kinder und Mutter) aufkommen zu müssen – oder 20.000 Euro ganz für sich zu behalten, ohne verpflichtet zu sein, auch nur einen Cent für andere auszugeben?
Ein Beispiel zur weiteren Erklärung: Ein Mann stirbt und hinterlässt 5 Mio. Euro. Die Verteilung sieht so aus:
| Person | Erbanteil |
|---|---|
| Ehefrau | 1/8 |
| Vater | 1/6 |
| Mutter | 1/6 |
| Tochter | ½ (1/3) |
| Enkelsohn | was übrig bleibt |
„Und tötet sie, wo immer ihr sie findet“
Um den Koran zu verstehen, muss man wissen, wann und in welcher Situation ein Vers herabgesandt wurde. Die Verse über das Töten von Ungläubigen haben zu großen Diskussionen geführt und wurden von vielen Religionsgelehrten erläutert.
Diese Verse wurden in einer Zeit des Krieges zwischen den Muslimen und den Ungläubigen herabgesandt, in der Muslime von den Ungläubigen vertrieben, gejagt, enteignet und getötet wurden.
Es handelt sich um folgende Koranverse:
(Sure An-Nisa, Vers 89) „Nehmt euch daher von ihnen keine Vertrauten, bevor sie nicht auf Allahs Weg auswandern! Kehren sie sich jedoch ab, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch von ihnen weder Schutzherrn noch Helfer.“
(Sure At-Tauba, Vers 5) „Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann lasst sie ihres Weges ziehen! Gewiss, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
(Sure Al-Baqara, Vers 191) „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Kämpft jedoch nicht gegen sie bei der geschützten Gebetsstätte, bis sie dort (zuerst) gegen euch kämpfen. Wenn sie aber (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.“
Im Islam gibt es vier Gruppen von Menschen:
- Muslim
- Mostaman (jede muslimische oder nichtmuslimische Person oder Gruppe, die um Schutz bittet)
- Moahad (jede Person oder Gruppe, mit der Vereinbarungen bestehen, wie heutzutage die Abkommen zwischen Ländern)
- Kämpfer (die angreifende Person oder Gruppe, die gegen die Muslime kämpft und einen Krieg gegen sie beginnt, um in ihr Land einzudringen, sie auszurotten oder politische Ziele zu erreichen)
Im Koran wird erwähnt, dass es verboten ist, die ersten drei Gruppen zu bekämpfen oder zu töten. Somit bleibt die vierte Gruppe, und sie ist in diesen Versen gemeint.
Der Islam ist keine passive Religion; er schützt die Würde und die Rechte seiner Anhänger. Daher gibt es im Koran Verse über Kampf und Töten. Aber, um es nochmals hervorzuheben: Sie gelten für die oben beschriebene Gruppe 4.
Im Übrigen sagt Allah im Koran (Sure Al-Baqara, Vers 190): „Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, und übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.“
Als weiteren Beweis sagt Gott im Koran (Sure Al-Mumtahana, Vers 8): „Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiss, Allah liebt die Gerechten.“
Ist das Zeugnis einer Frau nur halb so viel wert wie das eines Mannes?
Dieses Prinzip gilt nicht für alle Angelegenheiten, sondern nur für diejenigen, in denen der Mann sich auskennt und bei denen er nicht von Emotionen geleitet wird, wie z. B. Zivilangelegenheiten und geschäftliche Angelegenheiten … denn die Frau kennt sich in finanziellen Angelegenheiten nicht aus. Sie ist nicht darauf spezialisiert.
… Die Frau verfügt über ein starkes Gedächtnis in Angelegenheiten, die zu ihrer Welt gehören. In finanziellen Angelegenheiten verfügt sie über ein schwaches Gedächtnis, denn sie hat nicht oft damit zu tun. Dieser Umstand verursacht bei ihr ein Defizit und einen Mangel an Erfahrung in diesem Bereich. Andererseits besitzt sie einen Reichtum an Emotionen. Im Gegensatz dazu leidet der Mann unter einem Mangel an Emotionen.
Die Frau leidet während der Schwangerschaft an einer Schwächung des Gedächtnisses und an seiner schwankenden Leistung. Manchmal leidet die Frau noch mehr als ein Jahr nach der Geburt unter einem schwachen Gedächtnis, denn ihre Gehirnzellen vermindern sich [dabei].
Die Eigenschaften, die die meisten Frauen auszeichnen, wie Überemotionalität, hohe Erregbarkeit und übertriebene Eifersucht, können auch manche Männer betreffen, denn nicht allein Frauen haben diese Eigenschaften. Aber das Prinzip [dass das Zeugnis der Frau nur die Hälfte zählt] trifft auf die überwiegende Allgemeinheit zu. Besonders ein oder zwei Tage vor der monatlichen Periode ist die Frau wegen hormoneller Veränderungen nervös und kann nicht mit ihrer vollen mentalen Stärke handeln (prämenstruelles Syndrom).
Das Zeugnis ist Pflicht und Verantwortung. Wenn Allah diese Pflicht und Verantwortung für die Frau verringert, wird die Frau damit geehrt und nicht das Gegenteil.
Das Zeugnis einer einzelnen Frau zählt, wenn es um Frauenangelegenheiten geht. Im Gegensatz dazu gilt das Zeugnis eines einzelnen Mannes in diesem Bereich in keinem Fall. Damit hat die Frau [hier] einen Vorteil gegenüber dem Mann.
Wenn eine Frau bei ihrem Zeugnis etwas vergisst, wird sie von der anderen Zeugin daran erinnert. Es sollen immer zwei Frauen aussagen, wie es in Sure Al-Baqara, Vers 282 heißt: „Und lasst zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann [sollen es bezeugen] ein Mann und zwei Frauen.“ Im Gegensatz dazu gilt das Zeugnis des Mannes nicht mehr, wenn er dabei etwas vergisst. Auch hier hat die Frau einen Vorteil gegenüber dem Mann.
Das Argument der Feinde des Islam, die halbe Gültigkeit des Zeugnisses einer Frau sei eine Benachteiligung der Frau gegenüber dem Mann, ist eine grundlose Behauptung. Denn das Zeugnis ist kein Menschenrecht, sondern eine Pflicht und Verantwortung.
„Der Koran erlaubt, Frauen zu schlagen“ (Sure 4:34)
Kaum ein Vers wird so oft zitiert wie dieser. Gott (Allah) sagt im Koran (Sure An-Nisa „Die Frauen“, Vers 34) sinngemäß:
„… Und diejenigen, deren Widersetzlichkeit (Nuschuz) ihr befürchtet, die ermahnt, meidet sie im Ehebett und schlagt sie. Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht keinen Weg gegen sie. Gewiss, Allah ist Erhaben und Groß.“
Wer nur diesen einen Satz liest, bekommt ein falsches Bild. Um den Vers zu verstehen, muss man drei Fragen stellen: In welche Zeit wurde er herabgesandt? Was genau sagt er – und was nicht? Und wie hat der Prophet selbst ihn gelebt?
1. Die Zeit: Eine Begrenzung, kein Befehl
Im Arabien des 7. Jahrhunderts hatte eine Frau praktisch keine Rechte. Gewalt gegen Ehefrauen war üblich und an keine Regel gebunden – übrigens auch in Europa: Noch im englischen Recht des 18. Jahrhunderts wurde dem Ehemann ein Recht zur „maßvollen Züchtigung“ seiner Frau zugesprochen. Der Koran hat diese verbreitete Praxis nicht eingeführt, sondern ihr enge Grenzen gesetzt. Der Vers verpflichtet niemanden zu irgendetwas – er beschreibt eine letzte, streng begrenzte Stufe in einer Ehekrise, die bereits kurz vor dem Scheitern steht.
2. Der Text: Eine Reihenfolge der Deeskalation
Der Vers nennt eine feste Reihenfolge: zuerst das Gespräch, dann räumlicher Abstand. Und der direkt folgende Vers 35 verlangt, dass Schlichter aus beiden Familien eingeschaltet werden, bevor es zur Trennung kommt. Das ist im Kern das, was wir heute „Paarberatung“ nennen.
Zur dritten Stufe: Die Gelehrten haben schon in den ersten Generationen festgelegt, was damit gemeint ist – und was nicht. Ibn Abbas, einer der bedeutendsten Korankommentatoren und Cousin des Propheten, wurde gefragt, was mit „schlagen“ gemeint sei. Er antwortete: mit dem Siwak (einem kleinen Zahnputzholz) oder Ähnlichem (überliefert im Tafsir von at-Tabari). Es geht also um eine symbolische Geste der Ernsthaftigkeit, nicht um Schmerz. Das Gesicht zu schlagen, Spuren oder Schmerzen zu hinterlassen, ist nach allen Rechtsschulen verboten.
Hinzu kommt: Das arabische Wort „daraba“ hat im Koran viele Bedeutungen. In Sure 14:24 heißt es „ein Gleichnis anführen“, in Sure 4:101 „auf Reisen gehen“. Deshalb verstehen einige heutige Gelehrte die Stelle sogar als „sich von ihnen entfernen“ – also eine vorübergehende Trennung.
3. Das Vorbild: Der Prophet schlug nie eine Frau
Entscheidend ist, wie der Prophet Muhammad den Koran selbst gelebt hat. Seine Frau Aisha berichtet:
„Der Gesandte Allahs hat niemals jemanden mit seiner Hand geschlagen – weder eine Frau noch einen Diener.“ (Muslim, Nr. 2328a)
Als sich Frauen bei ihm beschwerten, dass ihre Männer sie schlugen, sagte er: „Diejenigen, die so etwas tun, sind nicht die Besten unter euch.“ (Abu Dawud, Nr. 2146). Und an anderer Stelle: „Die Besten unter euch sind diejenigen, die am besten zu ihren Frauen sind.“ (Tirmidhi, Nr. 3895). Er fragte auch: „Wie kann jemand von euch seine Frau schlagen, wie er das Hengst-Kamel schlägt, und sie dann am Ende des Tages umarmen (mit ihr schlafen) wollen?“ (Bukhari, Nr. 6042)
Gott (Allah) beschreibt die Ehe im Koran (Sure Ar-Rum, Vers 21) so:
„Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat zwischen euch Zuneigung und Barmherzigkeit gesetzt.“
Fazit: Häusliche Gewalt, wie wir sie heute kennen – Prügel, Demütigung, Angst – ist im Islam verboten (haram). Eine Frau, der Schaden zugefügt wird, hat nach islamischem Recht das Recht, sich scheiden zu lassen. Wer seine Frau unter Berufung auf diesen Vers misshandelt, handelt gegen den Koran und gegen das Vorbild des Propheten.
Das Kopftuch – ein Zeichen der Unterdrückung der Frau?
Viele Menschen sehen im Kopftuch ein Symbol dafür, dass Frauen von Männern kontrolliert werden. Schauen wir uns an, was der Koran tatsächlich sagt – und an wen er sich zuerst richtet.
1. Der Koran spricht zuerst die Männer an
Bevor Gott (Allah) über die Kleidung der Frauen spricht, sagt Er (Sure An-Nur, Vers 30):
„Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Das ist reiner für sie.“
Erst im nächsten Vers (Sure An-Nur, Vers 31) werden die Frauen angesprochen, ihren Schmuck nicht zur Schau zu stellen und ihre Tücher über die Brust zu ziehen. Anstand und Zurückhaltung sind also eine Pflicht für beide Geschlechter – auch für Männer gelten Kleidungsvorschriften. Das Ziel ist, dass ein Mensch nach seinem Charakter und Verstand beurteilt wird, nicht nach seinem Körper.
2. Das Kopftuch ist keine Erfindung des Islam
Die Jungfrau Maria wird in der christlichen Kunst fast immer mit Schleier dargestellt. Katholische Nonnen tragen ihn bis heute. Der Apostel Paulus schreibt in der Bibel (1. Korinther 11,5–6), eine Frau solle beim Beten ihr Haupt bedecken. Verheiratete orthodoxe Jüdinnen bedecken ihr Haar mit Tuch oder Perücke. Und noch vor wenigen Jahrzehnten war das Kopftuch auch für viele Frauen in Deutschland, besonders auf dem Land, ganz selbstverständlich. Niemand würde Maria oder eine Nonne als „unterdrückt“ bezeichnen.
Links: Maria, die Mutter Jesu. In der Mitte: Mutter Teresa. Rechts: eine muslimische Frau.
Was fällt Ihnen an diesen drei Bildern auf….Alle drei Frauen tragen ein Kopftuch, obwohl sie aus verschiedenen Zeiten und sogar verschiedenen Religionen stammen
3. Zwang widerspricht dem Islam
Gott (Allah) sagt im Koran (Sure Al-Baqara, Vers 256): „Es gibt keinen Zwang in der Religion.“ Im Islam zählt jede gottesdienstliche Handlung nur, wenn sie mit eigener Absicht (Niyya) geschieht. Ein Kopftuch, das unter Zwang getragen wird, hat vor Gott keinen Wert. Wenn ein Staat oder eine Familie Frauen dazu zwingt, ist das deshalb kein islamisches Verhalten – und wird auch von vielen muslimischen Gelehrten kritisiert.
4. Die meisten Frauen tragen es aus Überzeugung
Studien des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu muslimischem Leben in Deutschland zeigen: Die meisten Musliminnen in Deutschland, die ein Kopftuch tragen, nennen ihren eigenen Glauben als Grund – nur sehr selten die Erwartung von Familie oder Ehemann.
Viele Kopftuchträgerinnen sind Ärztinnen, Lehrerinnen, Ingenieurinnen oder Sportlerinnen. Die US-amerikanische Fechterin Ibtihaj Muhammad gewann 2016 mit Kopftuch eine olympische Medaille.
5. Gesicht und Hände müssen nicht bedeckt werden
Nach der Mehrheit der Gelehrten gehören Gesicht und Hände nicht zu dem, was bedeckt werden muss. Ein deutlicher Hinweis: Bei der Pilgerfahrt (Hadsch), dem Höhepunkt des religiösen Lebens, ist es Frauen sogar verboten, ihr Gesicht zu verschleiern (Bukhari, Nr. 1838).
Eine Frage zum Schluss: In einer freien Gesellschaft darf eine Frau einen Minirock tragen – und niemand darf es ihr verbieten. Warum sollte dieselbe Freiheit nicht gelten, wenn eine Frau sich entscheidet, sich zu bedecken? Das Grundgesetz (Artikel 4) schützt beides. Freiheit bedeutet, dass die Frau selbst entscheidet – nicht ihr Mann, nicht ihre Familie und auch nicht ihre Kritiker.Alle drei Frauen tragen ein Kopftuch, obwohl sie aus verschiedenen Zeiten und sogar verschiedenen Religionen stammen
Warum darf eine Muslimin keinen Nichtmuslim heiraten?
Ein muslimischer Mann darf eine Christin oder Jüdin heiraten, eine muslimische Frau aber keinen Christen oder Juden. Kritiker sehen darin eine Ungleichbehandlung. Doch die Begründung hat nichts mit dem Wert der Frau zu tun – sondern mit dem Schutz ihres Glaubens.
Gott (Allah) erlaubt im Koran (Sure Al-Maida, Vers 5) dem muslimischen Mann die Ehe mit „ehrbaren Frauen derer, denen die Schrift gegeben wurde“, also Christinnen und Jüdinnen. In Sure Al-Mumtahana (Vers 10) heißt es dagegen, dass gläubige Frauen den Ungläubigen nicht erlaubt sind.
1. Der Muslim muss Jesus und Moses ehren
Ein Muslim kann gar kein Muslim sein, ohne an Jesus (ʿĪsā) und Moses (Musa) als Propheten Gottes zu glauben und Maria zu ehren. Gott (Allah) sagt (Sure Al-Baqara, Vers 285): „Wir machen keinen Unterschied zwischen einem seiner Gesandten.“ Wenn also ein Muslim eine Christin heiratet, ist ihr Glaube durch seine eigene Religion geschützt: Er darf sie nicht zwingen, Muslimin zu werden (Sure 2:256), sie darf ihre Kirche besuchen, und er darf ihren Propheten nicht beleidigen – sonst verstößt er gegen seinen eigenen Glauben.
2. Umgekehrt gibt es diesen Schutz nicht
Ein christlicher oder jüdischer Mann erkennt Muhammad nicht als Propheten an, und seine Religion verpflichtet ihn nicht, den Koran oder die islamischen Gebote zu achten. Der Glaube der muslimischen Ehefrau – ihr Gebet, ihr Fasten, ihre Speisevorschriften, die Erziehung der Kinder – hätte in dieser Ehe keinen religiösen Schutz. Die Regel schützt also die Frau, nicht den Mann.
Der Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo, Scheich Ahmed al-Tayeb, hat in 2022 so begründet: Der Muslim glaubt an Jesus und Moses und ist verpflichtet, den Glauben seiner christlichen oder jüdischen Frau zu achten. Ein nicht-muslimischer Mann dagegen erkennt den Propheten Muhammad nicht an. Würde er ihn als Propheten anerkennen und ehren, wäre der Hinderungsgrund nicht mehr gegeben.
3. Andere Religionen haben ähnliche – oder strengere – Regeln
Die katholische Kirche verlangt für eine Ehe mit einem Nichtkatholiken eine besondere Erlaubnis, und der katholische Partner muss versprechen, alles zu tun, damit die Kinder katholisch getauft und erzogen werden (Kirchenrecht, Canon 1125). Im orthodoxen Judentum wird eine Ehe mit einem nichtjüdischen Partner überhaupt nicht anerkannt – weder für Männer noch für Frauen. Im Vergleich dazu ist der Islam sogar offener: Er erkennt die Ehe eines Muslims mit einer Christin oder Jüdin ausdrücklich an.
Die Todesstrafe für den Abfall vom Islam (Apostasie)
Kritiker sagen: „Wer den Islam verlässt, wird getötet.“ Um diese Frage ehrlich zu beantworten, muss man zwischen dem Koran, dem Handeln des Propheten und der späteren Rechtsgeschichte unterscheiden.
1. Der Koran nennt keine weltliche Strafe
Im gesamten Koran gibt es keinen einzigen Vers, der eine Strafe im Diesseits für den Abfall vom Glauben vorschreibt. Im Gegenteil, Gott (Allah) sagt (Sure Al-Kahf, Vers 29):
„Die Wahrheit ist von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein.“
Und in Sure An-Nisa (Vers 137) spricht Gott über Menschen, die „glauben, dann ungläubig werden, dann wieder glauben und dann wieder ungläubig werden“. Wäre auf den ersten Abfall die Todesstrafe gefolgt, hätten sie nie ein zweites Mal glauben können. Die Strafe für den Abfall liegt nach dem Koran bei Gott im Jenseits (Sure Al-Baqara, Vers 217).
2. Der Prophet hat niemanden wegen Glaubenswechsel getötet
- Ein Beduine kam nach Medina, nahm den Islam an und bat später dreimal darum, sein Treuegelöbnis zurückzunehmen. Der Prophet ließ ihn unbehelligt gehen (Bukhari, Nr. 7211).
- Im Vertrag von Hudaibiya stimmte der Prophet zu, dass Muslime, die zu den Mekkanern überliefen, nicht zurückgeholt werden – er akzeptierte also, dass sie den Islam verlassen.
- Ubaidullah ibn Dschahsch, ein früher Muslim, trat in Abessinien zum Christentum über. Er wurde nicht bestraft.
- In Medina lebten die „Heuchler“ (Munafiqun), deren Unglaube bekannt war, allen voran Abdullah ibn Ubayy. Der Prophet ließ sie leben, „damit die Leute nicht sagen, Muhammad tötet seine Gefährten“ (Bukhari, Nr. 4905).
3. Der Hadith meint Hochverrat, nicht Glaubenswechsel
Es gibt den Hadith „Wer seine Religion wechselt, den tötet“ (Bukhari, Nr. 6922). Ein anderer Hadith beschreibt denselben Fall genauer: derjenige, „der seine Religion verlässt und sich von der Gemeinschaft trennt“ (Bukhari, Nr. 6878). Damals waren Religion und Staat eins. Wer den Islam verließ, wechselte meist gleichzeitig zum Feind, der gegen die Muslime Krieg führte. Der Koran selbst berichtet von einer Gruppe, die plante, morgens den Islam anzunehmen und abends wieder abzufallen, um die Muslime zu verunsichern (Sure Al-Imran, Vers 72). Es ging also um Verrat und Kampf gegen die Gemeinschaft – vergleichbar mit dem, was heute „Hochverrat“ heißt und auch in Deutschland bis zu lebenslanger Haft bestraft wird (§ 81 StGB).
4. Was Gelehrte heute sagen
Es stimmt: Viele klassische Rechtsgelehrte haben die Todesstrafe für Apostasie vertreten – in einer Zeit, in der Religionszugehörigkeit gleichbedeutend mit politischer Loyalität war. Doch schon lange gibt es bedeutende Stimmen, die anders urteilen. Scheich Mahmud Schaltut, Großimam der Al-Azhar-Universität, lehrte, dass der bloße Glaubenswechsel keine weltliche Strafe nach sich zieht. Der frühere Großmufti Ägyptens, Ali Gomaa, erklärte 2007 öffentlich, dass ein Muslim seine Religion wechseln kann und das Urteil darüber allein bei Gott liegt. Und der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner „Islamischen Charta“ (2002) ausdrücklich das Recht anerkannt, die Religion zu wechseln oder keine Religion zu haben.
Zum Vergleich: Auch in der Bibel (5. Mose 13,7–11) wird für denjenigen, der zum Dienst an anderen Göttern verleitet, die Steinigung vorgeschrieben, und im christlichen Europa wurden über Jahrhunderte „Ketzer“ verbrannt. Niemand würde daraus schließen, dass Christen oder Juden heute Andersgläubige töten wollen.
Fazit: Ein Glaube, der nur aus Angst gelebt wird, ist kein Glaube. Gott (Allah) will keine Heuchler, sondern Menschen, die aus Überzeugung glauben – „Es gibt keinen Zwang in der Religion“ (Sure 2:256).
Banu Qurayza – ließ Muhammad einen jüdischen Stamm hinrichten?
Kritiker behaupten, der Prophet habe die Männer des jüdischen Stammes Banu Qurayza hinrichten lassen, weil sie Juden waren. Um das Ereignis zu verstehen, muss man die ganze Geschichte kennen.
1. Ein Bündnisvertrag
Als der Prophet nach Medina kam, schloss er mit allen Stämmen der Stadt – Muslimen und Juden – einen Vertrag, die sogenannte „Gemeindeordnung von Medina“. Darin verpflichteten sich alle, die Stadt gemeinsam zu verteidigen, wenn sie angegriffen wird, und den Feind nicht zu unterstützen. Die Juden behielten ihre Religion, ihren Besitz und ihre eigene Rechtsprechung.
2. Verrat mitten im Krieg
Im Jahr 627 belagerte ein Bündnis von rund 10.000 Kämpfern Medina, das nur von etwa 3.000 Muslimen verteidigt wurde (Grabenschlacht). Die Muslime hatten einen Graben ausgehoben – die einzige offene Seite der Stadt war die, an der die Banu Qurayza lebten. Genau in diesem Moment brachen die Banu Qurayza den Vertrag und verhandelten mit den Angreifern. Hätte der Plan Erfolg gehabt, wären die Frauen und Kinder der Muslime, die in der Stadt geschützt wurden, schutzlos gewesen. Es ging um das Überleben der gesamten Gemeinschaft.
3. Das Urteil sprach ihr eigener Verbündeter – nach ihrem eigenen Gesetz
Nach dem Abzug der Angreifer ergaben sich die Banu Qurayza. Sie baten darum, dass Saad ibn Muadh über sie urteilt – der Anführer des Stammes Aus, der früher ihr Verbündeter gewesen war (Bukhari, Nr. 3043). Saad entschied: Die kampffähigen Männer werden hingerichtet, Frauen und Kinder werden gefangen genommen.
Dieses Urteil entspricht genau dem, was die Tora selbst für eine Stadt vorschreibt, die den Frieden ablehnt und Krieg führt (5. Mose 20,10–14). Es war also kein „islamisches“ Sondergesetz gegen Juden, sondern ein Kriegsrecht, das auch in den Schriften der Banu Qurayza selbst stand.
4. Es ging um Verrat – nicht um Religion
Der beste Beweis: Zwei andere jüdische Stämme Medinas, die Banu Qaynuqa und die Banu Nadir, hatten zuvor ebenfalls Verträge gebrochen. Sie wurden nicht getötet, sondern durften mit ihrem Besitz die Stadt verlassen. Juden, die sich am Verrat nicht beteiligt hatten, blieben verschont. Und Juden lebten auch danach in Medina und Chaibar. Als der Prophet starb, war seine Rüstung bei einem jüdischen Händler als Pfand für Getreide hinterlegt (Bukhari, Nr. 2916) – er handelte also bis zuletzt ganz normal mit Juden.
5. Was Historiker diskutieren
Über die genaue Zahl der Hingerichteten gibt es unterschiedliche Angaben (zwischen 400 und 900). Die ausführlichste Erzählung stammt von Ibn Ishaq, der rund 120 Jahre später schrieb. Schon der große Gelehrte Imam Malik kritisierte ihn dafür, Geschichten ungeprüft zu übernehmen. Der Historiker W. N. Arafat hat 1976 deshalb argumentiert, dass der Umfang des Ereignisses in den späteren Erzählungen stark übertrieben wurde.
6. Mit dem Maßstab der Zeit urteilen
Hochverrat im Krieg wurde bis ins 20. Jahrhundert in nahezu allen Staaten der Welt mit dem Tod bestraft. Und noch heute steht in manchen Ländern auf Hochverrat die Todesstrafe – besonders in Kriegszeiten. Man muss ein Ereignis aus dem Jahr 627 mit den Maßstäben seiner Zeit beurteilen – nicht mit denen einer modernen Demokratie im Frieden. Für die Muslime gilt dabei immer das Gebot aus dem Koran (Sure Al-Maida, Vers 8):
„Und der Hass gegen bestimmte Leute soll euch nicht dazu bringen, ungerecht zu sein. Seid gerecht, das kommt der Gottesfurcht näher.“